Es ist wieder interessant wie es Leute gibt, die VW für ihren Betrug in Schutz nehmen. Schuldiger für die Aufdeckung des Skandals ist dabei die US-Regierung, denn es handelt sich um einen "Krieg gegen Germany", wird behauptet. Wie immer werden Tatsachen ignoriert, die dagegen sprechen. So zum Beispiel, VW hat eine Software installiert die erkennt, ob das Auto getestet wird. Wenn ja wird der Motor in einen höchst effizienten Modus umgestellt, der die geringsten Schadstoffe ausstösst. Das ist ganz klar ein Betrug des Herstellers, um zu bescheissen und die Emissionsgesetz zu umgehen. Diese Tatsache hat die britische BBC bereits im Dezember 2014 aufgedeckt und nicht die Amerikaner.
In ihrer Reportage hat die BBC berichtet, wie ineffizient Autos unter echten Bedingungen sich verhalten. Sie kamen zum Schluss, Dieselfahrzeuge schneiden mindestens 22 Prozent schlechter ab als die Autohersteller in ihrer Werbung angeben.
Hier ein Ausschnitt aus der Reportage "BBC - newsnight" vom Dezember 2014, in der ein Experte aufzeigt, welche Tricks die Autoindustrie anwendet, um die vorgeschriebenen Tests zu bestehen:
- Sie benutzen Slicks, also Reifen ohne Profil, die normalerweise verboten wären.
- Sie pumpen die Reifen viel höher als normal auf und benutzen ein spezielles Gas.
- Sie verwenden einen sehr teueren Schmierstoff, damit der Motor besser läuft.
- Sie entfernen Teile, um den Luftwiderstand zu reduzieren, wie den Beifahrerspiegel.
Am Schluss sagt der Experte: Die Autos erkennen wenn sie getestet werden. Dann schaltet die Elektronik den Motor in einen besonders sauberen Modus um, damit die geringsten Schadstoffe in den Abgasen enthalten sind.
Laut diesem Bericht ist es unter Experten schon lange bekannt, Autohersteller haben ihre Autos so "intelligent" gemacht, sie erkennen wenn sie einen Testlauf unterzogen werden. Dann wird der "Bescheiss-Modus" eingeschaltet. Das ist ganz klar Betrug und deshalb strafbar.
Die Dieselfahrzeuge von VW stossen im regulären Strassenverkehr mehr gesundheitsschädliche Stickoxide aus als erlaubt, darum gehts.
Was viele nicht wissen, in den USA ist Umweltschädigung eine Straftatbestand und Firmen, genau wie Personen, unterliegen auch dem Strafgesetzbuch. Deshalb diese Härte jetzt gegenüber VW, indem die Staatsanwalt und das FBI den Fall untersuchen.
Nicht so in Deutschland. Das deutsche Strafrecht kennt keine Strafbarkeit von Gesellschaften oder Unternehmen. Nach deutschem Recht können juristische Personen zum Beispiel keinen Mord begehen, auch wenn sie Menschen töten. Ist absurd aber wahr.
Die Autoindustrie ist in Deutschland eine "heilige Kuh", die nicht kritisiert werden darf, wegen der Arbeitsplätze und dem Export. Die Autohersteller meinen machen zu können was sie wollen, einschliesslich falsche Angaben über Abgaswerte und Benzinverbrauch, die in der Realität nicht eingehalten werden.
Die wirklichen Schuldigen sind die Politiker in Berlin, die von der Auto-Lobby gekauft sind und vieles durchgehen lassen. Deshalb Leute, hört auf VW und andere Konzerne in Schutz zu nehmen und die Schuld für die Aufdeckung des Skandals bei den Amis zu suchen.
Es ist ja nicht so, wie wenn die eigene Autoindustrie nicht auch hart drangenommen wird. Ganz aktuell muss General Motors 900 Millionen Dollar an Strafe zahlen, weil GM versäumte, Autos mit fehlerhaften Zündschlössern zurückzurufen, was die Ursache für 124 Todesfälle sein soll.
Die USA geben bei der Entwicklung der Fahrzeugsicherheit weltweit das Tempo vor. Seit 1979 mit dem US NCAP das erste Neuwagenbewert- ungsprogramm der Welt eingeführt wurde, hat das Land kontinuierlich an der Verbesserung der Sicherheitsausstattung gearbeitet.
Ohne den scharfen Sicherheitsbestimmungen der Amerikaner in den letzten 30 Jahren was Autos betrifft, gäbe es keine Sicherheitsgurte, keine Knautschzone, keine Airbags, kein Antiblockiersystem, keine elektronische Stabilitätskontrolle, keine Abstandswarner und viele andere Vorrichtungen, um die Insassen zu schützen.
Wenn die deutschen Hersteller ihr Autos in den USA verkaufen wollen, haben sie sich an die Gesetze und Vorschriften zu halten. Ansonsten die Konsequenzen ziehen und den US-Markt meiden. So ist zum Beispiel Fiat ab 1983 nicht mehr in Nordamerika aufgetreten und hat erst mit der Übernahme von Chrysler ab 2011 wieder Autos, die der US-Norm entsprechen, verkauft.
Falls ein US-Gericht VW für schuldig erklärt, kommt eine riesen Strafe auf Wolfsburg zu, plus noch zahlreiche Zivilprozesse von Geschädigten, was den Konzern in den Konkurs treiben kann. Das kommt davon, wenn man an Grössenwahn leidet, der grösste Autohersteller der Welt sein will, arrogant ist und dann auch noch bescheisst!
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Volkswagen hat die amerikanischen Werbespots über ihre Diesel-Fahrzeuge aus dem Internet gelöscht. Der Kanal ist weg. Echt peinlich, im letzten Werbespot hält die Fahrerin ihren weissen Schal an den Auspuff und zeigt, wie sauber ein VW-Diesel ist.
Hier habe ich noch eine Version der Videos gefunden:
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UPDATE - 17:00 Uhr Volkswagenchef Martin Winterkorn ist zurückgetreten. Als Vorstandsvorsitzender übernehme er die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmässigkeiten bei Dieselmotoren, erklärte Winterkorn am Mittwoch in Wolfsburg. "Volkswagen braucht einen Neuanfang - auch personell."
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